Alexander Sökefeld am Barren

Rückblick Ober- und Landesliga Kunstturnen 2016

Die Turner der BTV Ligamannschaften
Die Turner der BTV Ligamannschaften

Mit Spannung waren die erste und zweite Mannschaft des Bonner Turnvereins in die Oberliga- und Landesligasaison 2016 gestartet. Galt es für die Bonner Erste, den zweiten Platz des Vorjahres zu verteidigen und dem „unerreichbar“ geltenden KTT Oberhausen „auf den Pelz“ zu rücken, ging es für die Zweite darum, den Aufstieg aus der Landesliga in die nächsthöhere Klasse zu schaffen und sich zu der Ersten zu gesellen. Beides waren ehrgeizige Ziele, und die Trainer Manfred Thumser, Alexander Kremis und Björn März hatten dazu Trainingspläne in Absprache mit den Aktiven erstellt und erweitert. Zusätzlich wurden dank der Unterstützung durch den Vorstand Trainingseinheiten im Leistungszentrum Bergisch Gladbach ermöglicht. Dort trainierten und stabilisierten wir schwierige Teile, die wir in unserer Halle nicht erarbeiten können.

Gut gerüstet starteten beide Mannschaften am 13. Februar in die erste Runde in unserer Halle. Die erste Mannschaft hatte den TV Verlautenheide zu Gast, die zweite durfte sich mit dem TV Wattenscheid/Kupferdreh messen. Beide BTV- Mannschaften konnten vor zahlreichen Zuschauern, die unsere Mannschaften mit ihrem Beifall anfeuerten und unterstützen, einen klaren Sieg einfahren. Die erste Mannschaft distanzierte mit 230,95 zu 210,45 den TV Verlautenheide ebenso deutlich wie die zweite Garnitur den TV Wattenscheid/Kupferdreh mit 198,70 zu 178,20. Besonders erfreulich waren nicht nur die deutlich verbesserte Punktausbeute, sondern auch die Tatsache, dass es uns gelungen war, die chronischen Schwächen an Pauschenpferd und an den Ringen abzustellen.
Die Siegesserie der beiden Bonner Mannschaften hielt in den nächsten beiden Wettkämpfen der Vorrunde an. Die erste Mannschaft setzte sich am 27. Februar klar gegen den 1. FC Spich durch und die zweite steigerte ihre Punktzahl gegen den SV Rot-Weiß Röttgen um 10 Punkte und erreichte stolze 208,05 Punkte. Das nährte Hoffnungen auf einen möglichen Aufstieg.

Alexander Sökefeld am Barren
Alexander Sökefeld am Barren

Spannend wurde es im zweiten Heimwettkampf am 12.03. gegen die Kunstturnvereinigung Ruhr West. Es ging für die erste Mannschaft um die Entscheidung, ob sie im Finale um Platz 1 und 2 oder 3 und 4 turnen würde. Nach einem äußerst spannenden und nach wechselnder Führung erst am letzten Gerät entschiedenen Wettkampf hatten die BTV-Jungen die Nase mit 231,45 zu 230,80 vorn. Somit war der zweite Platz des Vorjahres auf jeden Fall schon einmal gesichert. Auch die zweite Mannschaft machte ihre Sache gut und distanzierte mit 200,05 zu 185,20 das Gladbacher Turnteam deutlich.

Björn März an den Ringen
Björn März an den Ringen

Nach einer längeren Wettkampfpause stieg am 10. April in Essen das Finale aller Mannschaften. Für die erste Bonner Mannschaft gab es ein Deja-vu mit Oberhausen, und auch die zweite Bonner Mannschaft traf auf alte Bekannte aus dem Vorjahr. Leider mussten unsere Jungen im Oberliga-Finale bereits nach 2 Geräten die Hoffnung aufgeben, den Oberhausenern Paroli bieten zu können. Leider auch deshalb, weil es sich immer wieder zeigt, dass die Mannschaften aus den Landes- Leistungszentren von den Kampfrichtern einen Promi-Bonus erhalten. Das soll nicht die Leistung der Oberhausener schmälern, die uns insgesamt überlegen waren. Aber der Punktabstand von 250,20 zu 231,35 spiegelt nicht den wahren Leistungsunterschied wieder, der deutlich geringer erschien.
Die zweite Mannschaft wurde in einem Viererfeld Sieger der Landesliga 2016 und erhielt dafür einen schönen Pokal. Leider reichte ihre Punktzahl nicht, den Letzten der Oberliga (1.FC Spich) aus dieser zu verdrängen. Mit 216,85 zu 206,55 behielten die Spicher, die sich noch einmal fürs Finale personell aus der 3. Bundesliga verstärkt hatten, die Oberhand.

Wir blicken zurück auf eine insgesamt sehr schöne Saison 2016 mit gesteigerten Leistungen an den Geräten, mit erfreulich viel Zuschauerunterstützung (auch aus dem Vorstand des BTV) und mit einem engagierten Team im Umfeld (Musik, Buffet etc.). Bleibt der Blick in die Zukunft und die Hoffnung, dass wir unser Niveau halten und im Detail vielleicht noch steigern können.