Bonner Turnverein 1860 e.V.

BTV verteidigt seine Vormachtstellung beim Landesfinale

Am 4. Juli richtete der Turnverband Rhein- Sieg, Bonn das Landesfinale in den P-Stufen Pflichtübungen in Spich aus. Nicht nur nach der Anzahl der Starter, auch gemessen an den Platzierungen waren die jungen Turner des Bonner Turnvereins wieder in der Spitzenposition.

In 5 Jahrgangsklassen waren über 100 Wettkämpfer im Kampf um Pokale und Medaillen angetreten. Mit zwei ersten, zwei zweiten und einem dritten Platz waren die Bonner der erfolgreichste unter den teilnehmenden Vereinen. Weitere Platzierungen unter den ersten 5 bzw. 10 vervollständigten das erfreuliche Gesamtbild unseres Vereins.

Der Reihe nach: In der Klasse der ältesten Turner drehte diesmal Lasse Bausch den Spieß um und distanzierte den Sieger von 2025, Mark Ochwat (KTV Ruhr West), mit 2 Punkten Abstand. Mit deutlichem Rückstand folgten Konrad Gardynik (99,30) und Matthis Hundrup (98,70) auf Platz 3 und 4.

In der nächst höheren Altersklasse (2011/12) stellte Noah Oberbeck seine Extraklasse unter Beweis und verfehlte mit 99,40 Punkten nur knapp die 100-Punkte-Marke. Mit dem 2. Platz musste sich der ein Jahr jüngere Maksym Kerzkovskyi mit hervorragenden 96,75 Punkten bescheiden. Überzeugend auch das Debut im Sechskampf auf Landesebene von Mattis Niermann, der mit 92,15 Punkten auf Platz 5 landete. Sehr erfreulich verläuft die Entwicklung von Lintaro Ishizawa, der sich kontinuierlich verbessert (88,40) und als 7. die 90-Punkte-Grenze anpeilt.

Dass der Geräte-Sechskampf für die bisher nur im Vierkampf (ohne die schwierigeren Geräte Pauschenpferd und Ringe) angetretenen 12-13 jährigen Jungen eine echte Herausforderung darstellt, mussten Jakob Ludwig (4. mit 77.65 Punkten), dicht gefolgt von Leo Wiemken (6. mit 76,70), Mikhail Potapov (8. mit 75,30) und Ilja Revin (9. mit 75,25) erfahren. Ilja hatte sich allerdings als jüngster Starter (2015) einer besonderen Herausforderung gestellt, indem er seine Kräfte mit z.T. zwei Jahre älteren Jungen messen wollte. Immerhin war er in seinem Jahrgang der Beste. Ein tolles Gesamtergebnis mit 4 Turnern unter den ersten 10. Raphael Gieck (13. mit 72.95), Anton Liashchevskyi (17. mit 71.10) und Magnus Böhme (19. mit 70 Punkten) gaben auch ihr Bestes bei ihrem ersten Start in einem anspruchsvollen Wettkampfformat.

Den Siegerpokal verpasste Oskar Piehl in der Jahrgangsklasse der 10-11 jährigen Jungen nur knapp. Selbst wenn er die Standwaage am Boden nicht vergessen hätte, wären es ein paar Zehntel zu wenig gewesen, um ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Trotzdem eine hervorragende Leistung. Dem stand Fritz Füssel, der noch nicht so lange wie Oskar turnt, in nichts nach. Als 4. mit nur 1.25 Punkten Rückstand auf den Sieger erzielte er ein Super-Ergebnis. Als Debutanten auf Landesebene in einem stark besetzten Teilnehmerfeld schlugen sich Alexander Didenko (20. mit 54,35), Leon Halfen (21. mit 54,05) Jamen Belhaj (23. mit 53,70), Johannes Menzel (28. mit 52,20) ganz hervorragend.

Auch wenn in der Altersklasse der Jüngsten (2017 und jünger) die vordersten Plätze den Bonnern verwehrt blieben, so können sich doch ihre Leistungen sehen lassen. Vor allem Leonard Bessette (2019) überzeugte mit einer erstaunlichen Vorstellung mit 14,20 und 14,70 an Barren und Reck. Er beendete seinen Wettkampf mit einem starken 7. Platz und nur einem Punkt Rückstand auf Platz 3. Damit war er der Beste unter den Jüngsten. Aber auch alle anderen Jungen verdienen großen Respekt für ihre Leistungen. Albert Lebsanft schaffte es mit 55,60 als 9. unter die Top-Ten und Matteo Jimenez Cruz verpasste diese als 12. mit 55,25 nur knapp. Maxim Sagrebin (31. mit 51.50), Daniil Potapov (34. mit 50,70), Gerrit Lütz (36. mit 50,20), Jonathan van Ekesparre (37. mit 50,00), Yiwen Lu (38. mit 47,50) und Rishan Manikandan (40. mit 45.40) haben sich ihre Urkunde wirklich erkämpft und verdient. Sie sind zum Teil erst seit wenigen Monaten beim Turnen und trainierten bis dahin nur einmal pro Woche. Das verdient großes Lob und Anerkennung.

Manfred

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