Drei Titel für BTV-Turner, neuer Modus, viele Neulinge am Start
Bei den Meisterschaften in den P-Stufen des Turnverbands Rhein-Sieg/Bonn am 22.03.2026 in der Halle an der Riesstr. haben Turner des Bonner TV drei der fünf Meistertitel errungen. Elf junge Turner des Bonner TV starteten im Peter-Pan-Wettbewerb erstmals erfolgreich in einem Turn-Wettkampf.
Für die jüngsten Turner aus den Jahrgängen 2017 bis 2019, die erst vor kurzem mit dem Turnen begonnen hatten, war der Peter-Pan-Wettbewerb ihre erste Wettkampf-Herausforderung. Matteo Jimenez, Leonhard, Moritz, Maxim, Gerrit, Daniel, Jonathan, Hannes, Daniil, Rishaan und Yiwen haben diese Herausforderung mit großem Mut gemeistert und hatten viel Spaß dabei. In diesem Wettbewerb gab es keine Platzierungen. Alle Turner wurden bei ihrem Start auf ihrem spannenden Kunstturn-Weg für ihre Leistungen mit einer Medaille und einer Urkunde belohnt.

Von den Turnern, die schon letztes Jahr in das Turnen als Wettkampfsport eingestiegen waren, startete der jüngste unter ihnen in der Meisterschaftsaltersklasse Jahrgang 2017 und jünger. Albert Lebsanft erreichte im Vierkampf (Boden, Sprung, Barren, Reck) mit 55,40 Punkten den 6. Platz.

Die anderen Neulinge des letzten Jahres traten im Vierkampf der Altersklasse Jahrgang 2015/16 an. Fritz Füssel schaffte es auf das Siegertreppchen; als Dritter hatte er 57,35 Punkte erzielt. Leon van Lochum beendete den Wettkampf auf Platz 5 (55,60 Punkte), Karl Lappe ganz knapp dahinter auf Platz 6 (55,55 Punkte), Alexander Didenko auch nicht weit dahinter auf Platz 8 (55,25 Punkte) und Yamen Belhaj auf Platz 10 (54,15 Punkte).

In der Altersklasse Jahrgang 2013/14 wurde der Wettkampf in einem neuen Modus durchgeführt. Während die Turner in diesem Alter im Training schon an Ringen und am Pauschenpferd turnen, wird im Wettkampf normalerweise nur ein Vierkampf durchgeführt. Um die turnerische Entwicklung auch im Wettkampf zu berücksichtigen, konnten die Turner hier an den Ringen und am Pauschenpferd antreten. Ihre vier besten Übungen kamen dann in die Wertung.
Sogar zwei jüngere Turner haben sich dieser Herausforderung gestellt und haben dabei herausragende Leistungen erbracht: Ilja Revin (Jahrgang 2015) konnte mit gleichmäßig starken Übungen und besonders starken Ergebnissen am Boden und am Sprung alle älteren Turner hinter sich lassen und wurde mit 62,05 Punkten Verbandsmeister. Oskar Piehl (Jahrgang 2016!) holte nur einen Punkt weniger als Ilja und wurde ganz starker Vierter. Dabei beeindruckte er an den Ringen und am Sprung mit den besten Übungen in dieser Wettkampfklasse.
Gemeinsam mit Ilja Revin auf dem Siegerpodest standen Leo Wiemken als Zweiter mit 61,75 Punkten bei nur 3 Zehnteln Abstand auf Platz 1 und Tom Enderer mit 61,40 Punkten als Dritter.
Die 60-Punkte Marke knackten auch Mikhail Potapov auf Platz 5 (60,80 Punkte) und Raphael Gieck auf Platz 6 (60,10 Punkte). Magnus Böhme wurde Achter mit 57,20 Punkten.

In der Altersklasse Jahrgang 2011/12 traten fast alle Bonner Turner das erste Mal in einem Sechskampf an – eine Herausforderung, die alle sehr gut meisterten. Am besten meisterte sie Lias Lesch mit 93,45 Punkten; er wurde damit Verbandsmeister. Mattis Niermann erzielte nur 3 Zehntel Punkte weniger und wurde Zweiter. Das Bonner Siegerpodium komplettierte Maksym Kerzhkovksyi auf Platz 3 mit 92,90 Punkten.
Besonders hervorzuheben ist die herausragende Leistung von Jakob Ludwig (Jahrgang 2013). Er stellte sich der Konkurrenz der ein oder zwei Jahre älteren Turner, erzielte mit gleichmäßig guten Ergebnissen 90,85 Punkte und schaffte es auf Platz 4.
Lintaro Ishizawa beendet den Sechskampf auf Platz 6 (87,20 Punkte) und Jan Solzbacher auf Platz 7 (85,70 Punkte).

Auch Noah Oberbeck (Jahrgang 2011) schaffte das Kunststück, in einer höheren Altersklasse (Jahrgang 2009/10) alle älteren Turner zu übertrumpfen und sich den Meistertitel zu holen. Dabei blieb er mit 99,45 Punkten nur ganz knapp unter der „magischen“ 100-Punkte-Hürde. Matthis Hundrup wurde Vizemeister mit 97,85 Punkten.

Dass in den höheren Altersklassen relativ wenig BTV-Turner starteten lag daran, dass sie als Kampfrichter am Wettkampf beteiligt waren oder die jüngeren Turner im Wettkampf betreuten. Ohne dieses Engagement wäre so ein Wettkampf nicht zu realisieren. Insofern ist den Kampfrichtern Felix Bitter, Linus Gawenda, Lasse Bausch, Henrik van Gent und Florian Weiß zu danken ebenso wie dem jüngeren Trainern, Joschua Bartels, Jonas Moritz, Florian Weiß, Simon Wüst, Linus Gawenda, Lasse Bausch und Henrik van Gent genauso wie auch den anderen Trainer*innen und Betreuer*innen Marina Fylyppova, Volodimir Kerzhkovksyi, Valentyn Romanovsky und Aleksei Potapov.

Ein Dank auch an die Zuschauer*innen, die die Turner angefeuert haben, die Eltern, die das Buffet organisiert haben und die dazu beigetragen, sowie an Siggi Eisenmenger, der den Wettkampf in ausdrucksstarken Fotos festgehalten hat. (vh/ap)
Fotos: Siggi Eisenmenger
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